Verkehrssicherheit ins rechte Licht rücken

Der Herbst ist da und mit ihm die dunkle Jahreszeit. Gerade jetzt ist es absolut notwendig, im Straßenverkehr den richtigen Durchblick zu haben. Deshalb sind funktionierende Scheinwerfer ein echter Sicherheitsgewinn! „Oft genug sorgen ,Blender‘, ,Einäugige‘ und ,Dunkelmänner‘ für Irritationen und Gefahren im Straßenverkehr. Eine rundum intakte Lichtanlage mit richtig eingestellten Scheinwerfern ist ein Muss“, sagt Matthias Krügel, DEKRA-Sachverständiger.

Bereits seit Oktober 1956 haben Autofahrer in Deutschland die Möglichkeit, in einer Fachwerkstatt die Lichtanlage ihres Fahrzeugs einmal im Jahr kostenfrei prüfen zu lassen. Die Aktion geht auf eine Initiative der Deutschen Verkehrswacht und des Zentralverbands des Kraftfahrzeughandwerks zurück – die Schirmherrschaft hat das Bundesverkehrsministerium übernommen. Inzwischen lassen im 61. Jahr der Initiative rund zehn Millionen Autofahrer in etwa 38.000 Meisterbetrieben der Kfz-Innungen ihre Autoscheinwerfer überprüfen und richtig einstellen, darunter selbstverständlich auch Fahrlehrer … [weiterlesen]

KaD (Redaktion)

Herbstattacke: Zeichen der Zeit erkennen

Im Kopf bin ich noch gar nicht soweit, irgendwie habe ich das Gefühl, der Sommer sei uns noch ein paar versöhnliche Tage schuldig. Ab und an sieht es ja danach aus. – Plötzlich knallt mitten in den Gedanken etwas aufs Dach, das mich sofort langsam werden lässt. Und während ich nach Jungen oder Mädchen mit einer Zwille Ausschau halte, erkenne ich die große Eiche, unter der ich gerade fahre. Das sind die Zeichen, auf die ich jetzt besser achten sollte, um nicht jedes Mal vor Schreck zusammenzuzucken, wenn mir was aufs Dach fällt: Denn bevor die Blätter sich deutlich verfärben und selbst zu Boden rieseln, reißen die jetzt schon kräftiger werdenden Windböen die eine oder andere Eichel los und lassen sie schwungvoll zu Boden gehen. Gelegentlich sogar mit etwas zu viel Schwung. Dann hinterlassen die kleinen Früchtchen schon mal Spuren, z. B. auf dem Dach eines geparkten Autos. Wer aber wegen solcher Schäden den Baumeigentümer verklagen will, sollte sich das zweimal überlegen. Denn nach Maßgabe verschiedener Gerichte (z. B. OLG Hamm, Urteil Az. 9 U 219/08 vom 19. Mai 2009 oder AG Siegburg, Urteil Az. 102 C 157/11 vom 15. Dezember 2011) handelt es sich „bei dem Fruchtfall um eine natürliche Gegebenheit, die als allgemeines Lebensrisiko hinzunehmen ist. Zudem ist die durch herabfallende Baumfrüchte entstehende Gefahr, anders etwa als diejenige durch herabfallende Äste, relativ gering und ist leicht zu vermeiden, indem ein Pkw nicht unter Früchten tragenden Bäumen abgestellt wird.“ Wer also unter Bäumen parkt, sollte sich vorher vergewissern, dass gerade keine Früchte daran hängen, die er nicht auf seinem Auto landen sehen will. Und beim Fahren? Hier gilt, was immer gilt beim Autofahren: Die Umgebung beobachten, die Zeichen der Zeit erkennen und angemessen handeln … [weiterlesen]

DiH (Redaktion)

Hoverboards: Nichts für den öffentlichen Straßenverkehr

Hoverboards – viele kennen die Bezeichnung aus der Kultfilm-Trilogie „Zurück in die Zukunft“. Inzwischen steht der Begriff für ein Fahrzeug mit zwei seitlich angebrachten Rädern und einer Trittfläche, das sich durch Gewichtsverlagerung mit den Füßen steuern lässt. Anders als im Film rollt das Fahrzeug und schwebt nicht in der Luft.

Bisher darf das Hoverboard nur auf Privatgelände genutzt werden, nicht aber im öffentlichen Raum. Das liegt vor allem daran, dass das Fahrzeug nicht wie ein Skateboard durch den Fahrer, sondern durch einen Motor angetrieben wird und eine Geschwindigkeit bis zu 20 km/h erreicht. Damit handelt es sich laut Definition des Straßenverkehrsgesetzes um ein Kraftfahrzeug: „Als Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes gelten Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Bahngleise gebunden zu sein“ (§ 1 Abs. 2 StVG). Damit wäre das Board führerschein- und versicherungspflichtig.

Hinzu kommt: Wegen fehlender Bremse und Beleuchtung erfüllt es nicht die Voraussetzungen, um die Hoverboards gemäß Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) zuzulassen und zu versichern. Darum ist der Betrieb auf der Straße unterm Strich illegal. Wer trotzdem mit einem solchen Board auf öffentlichen Straßen und Plätzen unterwegs ist, verstößt gegen das Pflichtversicherungsgesetz (PflVersG) und begeht eine Straftat, die weitere Konsequenzen nach sich zieht ...

 

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AnK (Redaktion)

Linksabbieger haben es schwerer

Wer im Straßenverkehr nach links abbiegen möchte, hat es besonders schwer. Für Linksabbieger gilt neben der rechtzeitigen Ankündigung (Blinken) nicht nur das, was die Straßenverkehrsordnung (StVO) für alle Abbieger vorschreibt: „Wer abbiegen will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen, Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Fahrräder auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren.

Dies gilt auch gegenüber Linienomnibussen und sonstigen Fahrzeugen, die gekennzeichnete Sonderfahrstreifen benutzen. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen; wenn nötig, ist zu warten“ (§ 9 Abs. 3 StVO). Linksabbieger müssen zusätzlich die entgegenkommenden Rechtsabbieger durchfahren lassen und im Fall entgegenkommender Linksabbieger voreinander abbiegen, Ausnahme: „(…) die Verkehrslage oder die Gestaltung der Kreuzung erfordern, erst dann abzubiegen, wenn die Fahrzeuge aneinander vorbeigefahren sind“ (§ 9 Abs. 4 StVO). Und obendrein müssen Linksabbieger bei alledem auch noch darauf achten, ob möglicherweise ein Anderer sie selbst beim Abbiegen gerade überholen will. Wird diese „Absicherung“ vergessen, kann es schnell zu einem Unfall kommen. Wenn solche (Un-)Fälle vor Gericht verhandelt werden, um die genaue Schuldfrage zu klären, wird den Linksabbiegern häufig eine Mitschuld gegeben. Der Fachbegriff ist die sogenannte „doppelte Rückschaupflicht“, die juristisch aus § 9 Absatz 1 Satz 4 der Straßenverkehrsordnung hergeleitet wird ...

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DiH (Redaktion)

 

Vorsicht: Bahnübergang!

Vielleicht liegt es daran, dass schon der Begriff nicht ganz die Wahrheit trifft: Eigentlich geht ja nicht die Bahn über die Straße, sondern die Straße über die Schienen, also müsste es im Prinzip heißen „Über-die-Bahn-Gang“ oder „Über-die- Bahnschienen-Weg“ oder – weniger scherzhaft – „Schienen-Überquerung“. Vielleicht wäre dann die Gefahr schon am Begriff erkennbar und somit deutlicher.

Denn auf den Schienen lauert Gefahr, besonders für ungeduldige Zeitgenossen, wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) betont: „In Deutschland gibt es rund 17.500 Bahnübergänge. Das Warten auf den herannahenden Zug kann richtig unangenehm sein, besonders, wenn man in Eile ist. Vor allem bei Übergängen, an denen es keine oder lediglich sogenannte Halbschranken gibt, mag es verlockend sein, sich trotz vorhandener Lichtzeichen vorbei zu mogeln.“ Das könne tödliche Folgen haben, so der DVR. Allein im Jahr 2015 seien nach Auskunft der Deutschen Bahn 35 Menschen an Bahnübergängen ums Leben gekommen. Insgesamt habe es in dem Jahr über 150 Unfälle gegeben. „In neun von zehn Fällen ist es menschliches Fehlverhalten, das die Unfälle verursacht“, so die erschreckende Bilanz des DVR. Trotz zahlreicher Warnsignale und regelmäßiger Aufklärung werden die Gefahren an Bahnschienen immer wieder unterschätzt … [weiterlesen]
 
DiH (Redaktion)

Geschwindigkeitsbeschränkung und Gefahrstelle

Geschwindigkeitsbeschränkungen müssen nicht in jedem Fall ausdrücklich wieder aufgehoben werden: In manchen Fällen erledigt sich das sozusagen „von selbst“. Dann nämlich, wenn die Beschränkung mit einem Gefahrzeichen verbunden ist. Unser Foto zeigt zum Beispiel eine außerörtliche Beschränkung der Geschwindigkeit auf 50 km/h, um mehr Sicherheit für Fußgänger zu erreichen, die die Verkehrsinsel nutzen. Danach wäre die Beschränkung automatisch wieder aufgehoben.

An dieser Stelle bringt das allerdings nicht viel, denn direkt hinter der Verkehrsinsel wird durch die Ortseingangstafel ein neues Tempolimit wirksam, also wieder 50 km/h (StVO, § 3 Geschwindigkeit, Abs. 3, Punkt 1: innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kraftfahrzeuge). Fakt ist, ohne die erneute Beschränkung wäre die vorherige nach der Gefahrstelle automatisch aufgehoben: „Das Ende einer streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkung oder eines Überholverbots ist nicht gekennzeichnet, (...) wenn das Verbotszeichen zusammen mit einem Gefahrzeichen angebracht ist und sich aus der Örtlichkeit zweifelsfrei ergibt, von wo an die angezeigte Gefahr nicht mehr besteht. Sonst ist es gekennzeichnet durch die Zeichen 278 bis 282“ (StVO, Anlage 2, Nr. 55). Auf diese Begründung wollte sich auch ein Temposünder berufen. Nach einer Kurve, die mit einer Kombination aus den Zeichen „Gefahrstelle Kurve“ (Z 103) und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit „80“ (Z 274) beschildert war, hielt der Autofahrer die Gefahr für erledigt und gab Gas. Er zeigte sich deshalb nicht bereit, einen Bußgeldbescheid über 130 Euro „wegen fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 32 km/h“ zu begleichen. Schließlich sei er erst deutlich nach der Kurve geblitzt worden. Dennoch wurde der Antrag vor dem Düsseldorfer OLG (siehe unten) auf Zulassung einer Rechtsbeschwerde als unbegründet verworfen – auf Kosten des Betroffenen ...

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DiH (Redaktion)

Kleine Hänger – unterschätzte Gefahr

Klein, quadratisch, praktisch und gut!? Wenn der Stauraum im Fahrzeug mal nicht ausreicht – schnell einen Anhänger mieten.Kleine Exemplare dürfen mit dem Pkw-Führerschein Klasse B gezogen werden und sind leicht zu haben. Eine Übersicht gibt es z. B. beim Hersteller Humbaur.

Einfach im Baumarkt gemietet, z. B. um Gartenabfälle oder Baustoffe zu transportieren. Doch nicht alles ist so einfach, wie es vielleicht aussieht. Besonders, weil man für den Führerschein Klasse B gar keine praktische Übung (und damit auch keine Erfahrung) mit Anhängern nachweisen muss. Das fängt bei einfachen Kurvenfahrten an – auch bei einem „kleinen“ 750 kg-Anhänger. „Wer einen Anhänger nutzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sich das Fahrverhalten deutlich ändert. Gespanne kommen leichter ins Schleudern“, warnt Bernd Herbener, Fachmann beim
 Auto Club Deutschland (ACE). Schon wenn derHänger nur geringfügig überladen ist, kann das komplette Gespann ins Schleudern geraten.

Auch wenn der Anhänger nur die erlaubte Last trägt, muss der Fahrer mit einem erheblich längeren Bremsweg rechnen. Bei einer Vollbremsung aus 80 km/h verlängert sich der Bremsweg um 15 Meter auf 46 Meter, das sind knapp 50 Prozent mehr als ohne Anhänger! Wichtig ist dabei auch die Verteilung und Sicherung der Ladung. „Wird der Anhänger etwa im hinteren Bereich vorschriftswidrig zu schwer beladen, bringt die Hinterachse des Zugfahrzeugs zu wenig Gewicht auf die Hinterräder. Auf diese Weise verliert das Fahrzeug schnell seine Balance, wodurch das gesamte Gespann in eine instabile Lage geraten kann“, so der ACE. Experten empfehlen vor der ersten Fahrt eine Abfahrtkontrolle… [weiterlesen]

 

AnK (Redaktion)

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